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Straßenkinder Weltweit leben und arbeiten nach den aktuellsten Schätzungen von Unicef mindestens 100 Millionen Kinder auf der Straße. In jeder größeren Stadt gibt es Straßenkinder, auch in den reichen Metropolen der Industrienationen. Viele ukrainische Straßenkinder sind Waisenkinder. Andere sind von zu Hause weggelaufen, auf der Flucht vor seelischen, körperlichen oder sexuellen Misshandlungen. |
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Einige haben noch Kontakt zu ihren Familien und arbeiten auf der Straße, um etwas zum Einkommen ihrer Familien beizusteuern. Die Straßenkinder in Odessa leben in Kellerverstecken, in Gassen, auf leerstehenden Dachböden. Sie betten sich auf Pappkartons und Lumpen, um nicht zu erfrieren. Die Straßenkinder führen ein Leben am Rande der Gesellschaft. Sie werden ausgegrenzt und übersehen. Den meisten fehlt es an den wichtigsten Dingen: Sie haben nicht genug zu essen, kaum medizinische Versorgung, keinen Platz zum Schlafen, geschweige denn einen Platz in der Schule.
Sie essen, was die Papierkörbe in
den Straßen vom Leben der anderen auffangen. Sie haben keine Kindheit. Und
sie haben keine Chance sich selbst aus ihrem Elend zu befreien. |
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Häufig
verletzen sich die Kinder in ihrer Verzweiflung selbst. Sie ritzen sich
die Arme mit Scherben, Konservenbüchsen, oder Klingen und fügen sich tiefe
Schnittwunden zu.
Viele der Kinder inhalieren Klebstoff. Die Schnüffeltüte mit den aggressiven Lösungsmitteln zerstört die Leber der Kinder. Nicht selten befallen Tuberkulose, Trichomonaden oder Syphilis die unterernährten Körper. |
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Der aktuelle Unicef-Bericht zur Lage der Kinder 2006 weist noch auf ein weiteres Problem hin: Aus dem Leben am Rande der Gesellschaft gibt es für Kinder ohne Unterstützung und Hilfe kein zurück. Zudem würden Straßenkinder häufig von der Polizei schikaniert, berichtet Unicef. Sie würden zusammengetrieben, verschleppt und außerhalb der Stadtgrenzen ausgesetzt. Nicht selten widerfährt ihnen massive körperliche Gewalt. Viele der Kindern scheuen den Kontakt zu staatlichen Behörden. |
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Wenn die Kinder in unserem Kinderheim in Odessa ankommen, werden sie zunächst medizinisch versorgt. Sie erhalten warme Mahlzeiten, einen Platz zum Schlafen und werden in einem geborgenen Umfeld aufgenommen. Wir wollen den Kindern die Chance bieten, gesund und geborgen aufzuwachsen, lernen zu können und zu spielen. Im Kinderheim "Majak" haben sie die Möglichkeit Kind zu sein. |